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Förderung im Rahmen des Kraft-Wärme-Koppelungsgesetz (KWKG)

Nahwärmenetze: Stütze vom Staat

BAFA und KfW fördern den Aus- und Neubau von Nahwärme- und Kältenetzen


Nahwärmenetze sind nicht nur eine attraktive Alternative zu Fernwärme und Einzelwärmequellen. Im Rahmen des Kraft-Wärme-Koppelungsgesetz (KWKG) und des Marktanreizprogrammes (MAP) fördern BAFA und KfW den Aus- und Neubau von Nahwärme- und Kältenetzen mit bis zu 20 Millionen Euro pro Projekt. Hier finden Sie alle relevanten Informationen sowie einige nützliche Links.

Neben den hier genannten, mehrheitlich genutzten Programmen gibt es weitere, spezifischere Fördermöglichkeiten. Beispielsweise fördert der Staat besonders innovative Wärmenetze 4.0 oder Wärmenetz-Projekte für Stadtquartiere

Förderung im Rahmen des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

Wer darf Förderanträge stellen?

  • Unternehmen
  • Gemeinnützige Unternehmen
  • Kommunen und kommunale Gebietskörperschaften
  • Zweckverbände und Eigenbetriebe
  • Schulen, Krankenhäuser und kirchliche Einrichtungen (unabhängig von Gewinnerzielungsabsicht)
  • Zudem ist der Antragsteller Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks auf dem die Anlage (ent)steht oder ein beauftragter Contractor

 

Wie und wann wird der Antrag gestellt?

Die Antragstellung erfolgt nach Inbetriebnahme des Netzes und bis zum 1. Juli des auf die Inbetriebnahme folgenden Jahres. Zum Antrag gehören:

  • Antrag auf Zulassung des Neu- oder Ausbau des Netzes
  • Detaillierte Projektbeschreibung
  • Auflistung der ansatzfähigen Kosten
  • Prüfvermerk eines Wirtschaftsprüfers, einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eines vereidigten Buchprüfers oder einer Buchprüfungsgesellschaft

 

In welcher Höhe wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als Zuschuss. Ihre Höhe berechnet sich aus dem mittleren Nenndurchmesser und der Länge der verlegten Leitung (Vorlaufleitung). Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 20 Millionen EUR.

Bis einschließlich DN 100 bezuschusst der Staat jeden neu verlegten Meter der Vorlaufleitung mit 100 EUR und zugleich maximal 40% der Investitionskosten.

Größer  DN 100 beträgt der Zuschlag 30% der ansatzfähigen Investitionskosten.

 

Nützliche Links zu KWKG

Weitere Informationen, beispielsweise zu den Bearbeitungsgebühren oder zum Antragsverfahren finden Sie auf den folgenden Seiten:

Förderung von Nahwärmenetzen und Hausübergabestationen (Programm 271,281) – KfW-Programm Erneuerbare Energien „Premium“

Fördergegenstand

 Die Errichtung oder Erweiterung eines Nahwärmenetzes, das aus erneuerbaren Energien gespeist wird.

 

Voraussetzungen

  • Bereitstellung von Wärme aus Erneuerbaren Energien
  • Mindestwärmeabsatz 500kWh pro Jahr und Trassenmeter
  • Keine Fördermöglichkeit über das KWKG (siehe oben)

    Die bereitgestellte Wärme muss einer der folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Mindestens 20% aus Solarwärme, falls die restliche Wärme fast ausschließlich aus hocheffizienten KWK-Anlagen, Wärmepumpen oder industrieller/gewerblicher Abwärme,
  • Mindestens 50% aus Erneuerbaren Quellen, bei überwiegender Versorgung von Bestandsgebäuden und mindestens 60% bei überwiegender Versorgung von Neubauten,
  • Mindestens 50% aus Wärmepumpen, bei überwiegender Versorgung von Neubauten sogar 60%,
  • Mindestens 50% aus Abwärme, bei überwiegender Versorgung von Neubauten 60%,
  • Mindestens 50 % stammen aus einer Kombination aus den vier oben genannten Bedingungen bei der Versorgung von Bestandsgebäuden bzw. 60% bei Neubauten und jeweils ansonsten fast ausschließlich Energie aus hocheffizienten KWK Anlagen.

 

Höhe und Art

  • Zinsgünstiger Kredit von maximal 100% der Investitionskosten 
  • Tilgungszuschuss von maximal 1,5 Mio EUR, 60 EUR pro neu errichtetem Meter (Vorlaufleitung), Bis zu 1.800 EUR für Hausübergabestationen von Bestandsgebäuden, sofern kein kommunaler Anschlusszwang besteht 
  • KMU Bonus (Erhöhung der Förderung um 10%) Falls die Errichtung der Anlage dem Betrieb eines kleinen oder mittleren Unternehmens dient
  • Zusatzbonus APEE (Erhöhung um 20%) Beim Ersatz ineffizienter Heizungsanlagen (Wärmeerzeuger mit fossilen Energien oder Brennstoffzellentechnologie ohne Austauschpflicht nach EnEV)

             -> Hausanschlussleitungen
             -> Hausübergabestationen
             -> Alle Hauptleitungen

 

Antragstellung

  • Vor Maßnahmenbeginn
  • Antragstellung bei einem Kreditinstitut
  • Kommunale Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände sowie deren rechtlich unselbständige Eigenbetriebe stellen den Antrag direkt bei der KfW

 

Nützliche Links zum MAP Programm 271/281 der KfW

Programmseite bei der KfW Erneuerbare Energien - Premium

Nützliche Tipps für Beratungsgespräche mit Banken

Checkliste zu den Investitionskosten