Klingner

Prof. Dr. Matthias Klingner

Vortragstitel:
Funktionstragende Strukturkomponenten für Gebäude und Siedlungen mit weitgehend autarker Strom-, Wärme- und Wassesrversorgung (autartec®)

Inhalte des Vortrags:
Das autartec®-Haus, das seit Ende 2018 umgeben von karger Natur auf dem Bergheider See schwimmt, symbolisiert mit seinem futuristischen Aussehen, regenerativer Energieversorgung und integrierten Umwelttechnologien den Aufbruch in eine neue Zeit. Effiziente und natürliche Materialien wie Textilbeton und Holz verkörpern naturnahes Wohnen in ökologischen und architektonischen Freiheiten, die man im urbanen Raum in dieser Ausprägung bisher nicht findet. Das autartec®-Haus – entwickelt und gebaut in einem BMBF Forschungsvorhaben unter Federführung des Fraunhofer IVI – repräsentiert eine prototypische Versuchsplattform, die sich durch
- weitgehend autarke solarelektrisch und thermische Versorgung,
- dezentrale Wasseraufbereitung,
- hochkapazitive Strom- und Wärmespeicherkapazitäten im Hausbereich,
- Strukturintegration der Speichersysteme in die Gebäudehülle sowie
- kommunikationstechnische Vernetzung der Komponenten und des Gesamtsystems
auszeichnet. 

Vortrag:
18. März 2020, 13:30 Uhr

Vita: 
⇰ 1978 –199: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften
⇰ 1983: Promotion zur zuverlässigkeitstheoretischen Modellbildung komplexer Systeme an der Fakultät Elektrotechnik der TU Dresden
⇰ 1992 – 2000: Leiter der Forschungsgruppe "Hybride Systeme" am Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB (heute IOSB)
⇰ 2001 – 2002: Leiter der Abteilung "Prozessführung von Infrastruktursystemen" am Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
⇰ 2003: Leiter der Abteilung "Verkehr, Energie und Umwelt" am Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
⇰ Seit 2005: Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden
⇰ Seit 2013: Honorarprofessor für Systemtheorie in der Anwendung an der TU Bergakademie Freiberg, Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik