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Tipps für den Planer:

Trinkwasseranlagen normgerecht und sicher planen

Raumbuch als Planungsgrundlage

Trinkwasserinstallation

Effiziente und hygienische Trinkwasser-Installation – (k)ein Widerspruch!

Ein wichtiger Baustein der Uponor Hygiene-Logik sind die werkseitig vorgefertigten zentralen oder dezentralen Frischwarmwasserstationen des Uponor Tochterunternehmens KaMo. Sie eignen sich für Anlagen, die erwärmtes Trinkwasser nicht speichern, sondern bedarfsgerecht erzeugen. Die Entscheidung für eine zentrale oder dezentrale Lösung ist dabei hauptsächlich vom Gebäudetyp und der damit verbundenen Nutzung abhängig.

Zentrale Trinkwassererwärmung – vom Einfamilienhaus bis zu Hotels, Pflegeheimen oder Kliniken 


Zentrale KaMo Frischwarmwasserstationen erwärmen das Trinkwasser zentral in der Heizzentrale und leiten es über eine Warmwasser- und Zirkulationsleitung (PWH und PWH-C) zu den Trinkwasserentnahmestellen. Ein Heizungspufferspeicher stellt die erforderliche Energie zur Erwärmung des Trinkwarmwassers zur Verfügung. In diesen Pufferspeicher können zusätzlich sehr effektiv regenerative Energie eingebunden werden. Es erfolgt keine Bevorratung von Trinkwasser, die Erwärmung des Trinkwassers erfolgt nur im Bedarfsfall. Der modulare Aufbau ermöglicht eine flexible Leistungsanpassung an unterschiedliche Objektgrößen, vom Reihenhaus, bis hin zu Großanlagen in Kasernen, Industrieanlagen, Hotels, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern.

  • Hygienischer als Lösungen mit Trinkwasserspeicher
  • Höhere Wirkungsgrade bei Brennwert- und Holzheizungen
  • Einfachere Einbindung von Solarthermie-Anlagen

Im Gegensatz zu zentralen Systemen mit Trinkwasserspeicher, benötigt die KaMo Komplettlösung keine Trinkwasserbevorratung, sondern „nur“ einen ausreichend dimensionierten Heizungspuffer. Fordert ein Nutzer Frischwarmwasser an, öffnet sich der Warmwasserabgang. Ein Volumenstromsensor ermittelt die zulaufende Kaltwassermenge und steuert die Anlage, sodass entsprechend Warmwasser im Durchlaufprinzip erzeugt wird. Das Frischwarmwasser wird bedarfsgerecht und hygienisch bereitgestellt.
Der Einsatz eines Heizungspufferspeichers hat weitere Vorteile: Die Einbindung einer Solarthermieanlage ist einfach und sowohl Brennwertkessel als auch Stückholz-, Hackgut- und Pelletheizungen können dank längerer Volllastzeiten höhere Wirkungsgrade erzielen.

Dezentrale Warmwasserbereitung mit Wohnungsstationen für Wohn- und Bürogebäude

  • Kostenvorteil gegenüber zentralen Systemen, da somit die Beprobungspflicht nach TWVO entfällt
  • Hoher Kesselwirkungsgrad dank optimaler Rücklauftemperatur
  • Geringe Wärmeverluste und Installationskosten, weil keine langen Warmwasserleitungen notwendig sind
  • Mehr Komfort für den Verbraucher dank Unabhängigkeit von Nachtabsenkung o.ä.

Dezentrale KaMo Wohnungsstationen für Heizung und Frischwarmwasser erwärmen das Trinkwasser im Durchflussprinzip bedarfsgerecht unmittelbar vor Ort im Stockwerk. Durch die direkte Anbindung an den Heizungsvorlauf sind dabei weder Warmwasserspeicher noch eine Warmwasserverteilung mit Zirkulationsleitungen in den Versorgungsschächten erforderlich. Die Strecken zwischen Wärmeerzeuger und Entnahmestellen sind dementsprechend kurz. Weil sich darin selten mehr als mehr als 3 Liter Wasser befinden (und deshalb das System nicht als „Großanlage“ gilt), entfallen im Normalfall die Untersuchungspflicht auf Legionellen (s. DVGW Arbeitsblatt 551 und TrinkwV) und weitere Schutzmaßnahmen zur Bereitstellung hygienisch einwandfreien Trinkwassers. Da keine Warmwasserverteilung notwendig ist, sinken auch die Installationskosten. Kürzere Leitungen schlagen sich zudem in niedrigen Wärmeverlusten nieder.

Die Effizienz des Gesamtsystems erhöht sich weiter, da - wie beim zentralen System von KaMo – auch hier ein zentraler Trinkwasserspeicher zugunsten eines Heizungspuffers entfällt. Letzterer erhöht den Wirkungsgrad des Kessels, da dieser länger in Volllast läuft und weniger taktet. 

Zuletzt hat auch der Nutzer einen Vorteil, wenn er ein dezentrales System zur Trinkwassererwärmung nutzt. Unabhängig von Nachtabsenkungsprogrammen freuen sich Mieter über jederzeit verfügbare Wärme.

„Satellitenstationen“ für entfernte Trinkwasser-Entnahmestellen

Satellitenstationen
Kompakte „Satellitenstationen“ wie die KaMo Trinkwasser-Erwärmungsstation TW-UT1 können in Geschossen mit weit verzweigten Trinkwasser-Installation an entfernten Entnahmenstellen eingesetzt werden. Dadurch sind auch ohne Zirkulationsleitung kurze Ausstoßzeiten realisierbar. Zudem reduziert sich durch die Maßnahme i.d.R. das Leitungsvolumen hinter der Frischwasserstation auf unter 3 Liter, wodurch die Beprobungspflicht entfällt.