Trinkwasserhygiene im Altbau:

So gelingt die Sanierung von Trinkwasseranlagen

Altbau
Alte Trinkwasser-Installationen in Bestandsgebäuden entsprechen oft nicht den aktuellen a.a.R.d.T. oder sie werden nicht bestimmungsgemäß betrieben. Besteht durch die Überschreitung der in der TrinkwV genannten Grenzwerte (Blei, Legionellen etc.) Handlungsbedarf zur Sanierung der Trinkwasser-Installation, sind folgende Maßnahmen möglich:

Icon Trinkwasser altbau  Betriebstechnische Maßnahmen
Gemeint sind Optimierungsmaßnahmen wie die Änderung der Stell-, Steuer- und Regelvorgängen und der hydraulische Abgleich der Zirkulation und die Einhaltung der Temperaturvorgaben bei Kalt- und Warmwasser. Das Ziel ist der Betrieb wie in einer Neuanlage.

Icon Trinkwasser altbau  Verfahrenstechnische Maßnahmen
Thermische Desinfektion, Chemische Desinfektion, UV Bestrahlung. Das DVGW Arbeitsblatt W 556 wertet diese Maßnahmen allerdings nur als vorbereitende Maßnahme vor einer Sanierung oder als vorübergehende Maßnahme zur Sicherstellung der Trinkwasserbeschaffenheit bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes für Legionellen.

Icon Trinkwasser altbau  Bautechnische Maßnahmen
Umbau und Rückbau von Stich- bzw. Totleitungen, Änderung der Leitungsführungen, Speichergröße prüfen und ggf. anpassen, Einsatz einer dezentralen Warmwasserbereitung, Dämmmaßnahmen gemäß DIN 1988 und EnEV, Einbau von Spülstationen, etc..

In der Praxis werden meist mehrere Maßnahmen kombiniert und in verschiedenen Schritten vorgenommen. Im ersten Schritt werden betriebstechnische Maßnahmen zur Wiederherstellung des Temperaturmanagements erfolgen. Der Betreiber wird angehalten, den bestimmungsgemäßen Betrieb seiner Trinkwasser-Installation aufrecht zu halten und ggf. zu dokumentieren. Den Handlungsempfehlungen der Gefährdungsanalyse folgend wird die Trinkwasser-Installation den a.a.R.d.T. angepasst.